Halbjahresergebnis 2017: AHV, IV und EO - alle schreiben schwarze Zahlen

Trotz einer bemerkenswert schwachen Performance des AHV-Fonds im Juni bestätigt sich auch nach einem halben Jahr: Die AHV bleibt mit einem positiven Betriebsergebnis von mehr als 250 Millionen Franken weiterhin im schwarzen Bereich. Auch IV und EO schreiben weiterhin schwarze Zahlen.

 

Zwar weist die Betriebsrechnung der AHV per 30. Juni 2017 ein Defizit 677,7 Mio. Franken aus.  Aber das Anlageergebnis der ersten sechs Monate in Höhe von 872,8 Mio. und die Zinsen der IV-Schuld bei der AHV von 57 Mio. führen insgesamt zu einem positiven zwischenzeitlichen Betriebsergebnis von 252,1 Mio. Franken – gut 70 Mio. mehr als nach dem ersten Halbjahr 2016.

 

Die IV, die ab 2018 ohne Mehrwertsteuer-Überbrückungshilfe auskommen muss und gemäss Annahme des Bundesamtes für Sozialversicherung gleich schwarze Zahlen schreiben soll, schliesst die erste Jahreshälfte 2017 mit einem Betriebsergebnis-Plus von 552,6 Mio. ab, inbegriffen das sechsmonatige Anlageergebnis-Total von 131,4 Mio. Franken. Zieht man davon jene 576,6 Mio. Franken ab, die im ersten Halbjahr die Mehrwertsteuer in die IV-Kasse spülte, würde es unter den ab 2018 geltenden Bedingungen noch nicht ganz für schwarze Zahlen reichen (- 24 Mio. Franken). Und an eine weitere Amortisation der IV-Schuld bei der AHV, die Mitte 2017 auf 11,4 Mrd. Franken beziffert wird, dürfte vorerst nicht zu denken sein.

 

Ein positives Ergebnis verzeichnet der «Junior»-Partner im Fonds: Die einstige militärische Erwerbsersatzordnung (EO), die inzwischen mehrheitlich als Mutterschaftsversicherung für erwerbstätige Frauen verwendet wird, verzeichnete im ersten Halbjahr 2017 zwar ein negatives Ergebnis von 12,3 Mio. Franken; dank dem EO-Anteil aus dem Anlageergebnis von 26,9 Mio. ist dennoch ein insgesamt positives Ergebnis von 14,6 Mio. Franken zustande gekommen.

 

Das Vermögen des AHV/IV-EO-Fonds, der von Compenswiss verwaltet wird, belief sich am 30. Juni 2017 auf 37,125 Mrd. Franken, 2,339 Mrd. mehr als zu Beginn des Jahres.  Während der Wert der Anlagen in den ersten sechs Monaten des Jahres um 2,5 Mrd. Franken gestiegen ist, hat die Liquidität um 178 Mio. auf 2,211 Mrd. Franken abgenommen.

 

Fazit: Der 1. Säule (AHV, IV und EO) geht es nach wie vor deutlich besser als die Medienberichte der vergangenen Wochen und Monate im Hinblick auf die Altersreform-Abstimmung vom 24. September vermuten liessen.