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7-Jahres-Vergleich: 2021 trotz Covid-19 mit den tiefsten absoluten Todesfallzahlen seit 2015

 

Für den Zeitraum 29. Dezember 2020 bis 23. Mai 2021, mithin die ersten 20 Wochen dieses Jahres, gilt im Vergleich: In den letzten sieben Jahren (2015 bis 2021) gab es mit Ausnahme von 2016 nie weniger absolute Todesfälle als in diesem Jahr. Besonders deutliche Unterschiede zeigten sich jeweils und ohne Unterbruch ab der fünften Woche, hier inklusive 2016: In jedem einzelnen Jahr starben zwischen dem 1. Februar und 23. Mai mehr Menschen als 2021. Diese Feststellung gilt für alle Altersgruppen – bis 19 Jahre, 20 bis 39 Jahre, 40 bis 64 Jahre, 65 bis 79 Jahre, 80 Jahre und älter.

 

 

Neben den Zahlen, die im Zusammenhang mit Corona offiziell und letztlich ohne überprüfbare Quellenangabe veröffentlicht werden, ist die Zahl der absoluten Todesfälle, die das Bundesamt für Statistik wöchentlich publiziert, die verlässlichste. Sie umfasst alle Todesfälle, also alle an, im Zusammenhang mit oder ohne Covid-19 Verstorbenen, soweit die Todesursache überhaupt so klar zugewiesen werden kann.

 

Hier die Vergleichszahlen der absoluten Todesfälle in den ersten 20 Wochen für die Jahre 2015 bis 2021, wobei das Bundesamt die Todesfallzahl für 2021 seit der letzten Publikation vor einer Woche um total 267 Todesfall nach oben korrigiert hat:

 

2021: 26’428 absolute Todesfälle

 

2020: 28’418 (1’990 absolute Todesfälle mehr als 2021)

 

2019: 27’139 (711 mehr)

 

2018: 27’703 (1'275 mehr)

 

2017: 27’640 (1'212 mehr)

 

2016: 25’428 (insgesamt 1000 absolute Todesfälle weniger als 2021, aber: total 747 absolute Todesfälle mehr in den letzten 16 Wochen dieses Jahres)

 

2015: 28’939 (2'511 absolute Todesfälle mehr als 2021 – zur Erinnerung: 2015 war ein sehr schweres Grippejahr und die Schweiz zählte etwa 400'000 Einwohner weniger als heute)

 

Aufgelistet nach Altersgruppen:

 

0 bis 19 Jahre

 

2021: 167 absolute Todesfälle, 2020: 196; 2019: 160; 2018: 201; 2017: 170; 2016: 169 und 2015: 194.

 

 

 

20 bis 39 Jahre

 

2021: 263 absolute Todesfälle; 2020: 333; 2019: 338; 2018: 208; 2017: 177; 2016: 180 und 2015: 326.

 

 

 

40 bis 64 Jahre

 

2021: 2'612 absolute Todesfälle; 2020: 3’001; 2019: 2'677; 2018: 2'912; 2017: 2'850; 2016: 2'815 und 2015: 2'969.

 

 

 

65 bis 79 Jahre

 

2021: 6'683 absolute Todesfälle; 2020: 6'952; 2019: 6'763; 2018: 6'709; 2017: 6’337; 2016: 6’226 und 2015: 6'867.

 

 

 

80 Jahre und älter

 

2021: 16’703 absolute Todesfälle; 2020: 18’141; 2019: 18’371; 2018: 17’569; 2017: 17’734; 2016: 15’876 und 2015: 18’526.

 

Fazit: Wenn es so weitergeht, dürfte sich die Lebenserwartung unter Corona-Bedingungen gar noch erhöhen. Zum Vergleich: 2015 hat die Wissenschaft eine leicht rückläufige Lebenserwartung mit der schweren Grippe und einem Hitzesommer begründet (rund 3000 Todesfälle über dem Durchschnitt).

 

 

 

CF